Wanderschuhe richtig wählen – ohne danebenzutreten
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Bevor Sie mit der Auswahl beginnen
Die Auswahl von Wanderschuhen hängt nicht nur davon ab, was gut aussieht oder beim ersten Anziehen gut sitzt. Zunächst ist es wichtig, sich klarzumachen, wo Sie sie tragen werden und was Sie von ihnen erwarten.
Der Unterschied liegt darin, ob Sie Schuhe für kurze Waldspaziergänge, Tagesausflüge auf markierten Wegen, mehrtägige Wanderungen mit Rucksack oder für anspruchsvolle Bergtouren suchen. Für gemütliche Wanderungen eignet sich anderes Schuhwerk als für Strecken, auf denen Sie Steine, Wurzeln und viele Stunden auf den Beinen erwarten.
Es hilft auch, sich zu überlegen, wie oft Sie die Schuhe tragen werden, zu welcher Jahreszeit und ob Sie eher leicht unterwegs sind oder mit schwerem Rucksack. Je klarer Sie sich das am Anfang machen, desto einfacher finden Sie Schuhe, die genau zu Ihren Touren passen.

Kriterien für die Auswahl von Wanderschuhen
Bei der Auswahl von Wanderschuhen sollten Sie vor allem auf die Schuhhöhe, das Material, die Sohle und die Steifigkeit achten. Genau diese vier Faktoren beeinflussen am meisten, wie bequem sich die Schuhe tragen lassen und für welches Gelände sie geeignet sind.
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Schuhhöhe = wie viel Halt der Knöchel bekommt. Niedrige Schuhe eignen sich für leichte Wanderungen, kürzere Ausflüge, gut ausgebaute Wege und ein zügigeres Tempo. Knöchelhohe Schuhe sind eine gute Wahl für normale Wanderungen, längere Touren und unwegsames Gelände, wo Sie mehr Stabilität schätzen. Höhere Schuhe eignen sich für anspruchsvollere Bergtouren, mehrtägige Übergänge und Situationen, in denen Sie einen schwereren Rucksack tragen.
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Das Material beeinflusst vor allem das Gewicht des Schuhs, die Haltbarkeit, die Atmungsaktivität sowie den Pflegeaufwand. Synthetische Schuhe sind meist leichter, trocknen schneller und eignen sich für normale Wanderungen, Tagesausflüge und häufiges Tragen von Frühling bis Herbst. Lederschuhe sind strapazierfähiger und bieten in der Regel auch mehr Halt, daher sind sie eine bessere Wahl für längere Treks, anspruchsvolleres Gelände oder häufigeres Tragen. Wenn Sie etwas dazwischen suchen, können kombinierte Materialien eine gute Wahl sein.
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Die Membran hilft, die Füße länger trocken zu halten. Sie eignet sich besonders für Wanderungen bei wechselhaftem Wetter, in nassem Gras, Schlamm, im Herbst oder bei kühleren Temperaturen.
Für Sommerausflüge bei warmem Wetter kann dagegen für manche ein Schuh ohne Membran angenehmer sein, da er besser belüftet ist. -
Die Sohle entscheidet darüber, wie gut der Schuh auf dem Untergrund haftet. Für leichte Ausflüge auf Wegen oder Pfaden reicht ein weniger ausgeprägtes Profil.
Für Wald, Berge sowie steiniges oder nasses Gelände ist es besser, Schuhe mit einem ausgeprägteren Profil und besserer Haftung zu wählen, damit sie weniger rutschen und mehr Stabilität beim Gehen bieten. -
Die Steifigkeit des Schuhs bestimmt, ob er eher bequem und weich beim Auftreten ist oder fester und stabiler. Weichere Schuhe eignen sich für leichte Wanderungen, kürzere Ausflüge und gemütliche Spaziergänge auf Wegen. Steifere Schuhe sind besser für anspruchsvolleres Gelände, längere Touren und mehrtägige Übergänge geeignet, bei denen Sie mehr Halt und einen sicheren Schritt brauchen.
Arten von Wanderschuhen
Sobald Sie sich darüber im Klaren sind, wo Sie unterwegs sein werden und was Sie von den Schuhen erwarten, ergeben auch die einzelnen Arten von Wanderschuhen mehr Sinn.
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Kategorie |
Beschreibung |
Vertreter |
| Kategorie A (Freizeitschuhe) | Leichte und weiche Schuhe für einfache Ausflüge, befestigte Wege und den Alltag. |
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| Kategorie A/B | Etwas festere Schuhe für leichte bis mittelschwere Wanderungen und längere Ausflüge auf Wegen. |
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| Kategorie B (Trekkingschuhe) | Feste Trekkingschuhe für unbefestigte Wege, längere Touren und leichtes bis mittelschweres Gelände. |
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| Kategorie B/C |
Sehr feste Bergschuhe für anspruchsvolles Trekking, schweren Rucksack, Geröll und Bewegung im alpinen Gelände. |
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| Kategorie C (Schuhe für Hochgebirgstouren) | Technische Schuhe für Hochgebirgstouren, Gletscher und anspruchsvolle alpine Routen. |
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| Kategorie D (Kletter- und Expeditionsschuhe) | Expeditions- und Kletterschuhe für sehr anspruchsvolles Gelände, Eis und die Verwendung mit Steigeisen. |
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| Kategorie Approach-Schuhe | Niedrige, feste Schuhe für Klettersteige, Zustiege unter die Wand und Fortbewegung im felsigen Gelände. |
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Auswahl der richtigen Größe
"Die dehnen sich mit der Zeit schon" gilt nicht. Die Wahl der richtigen Größe ist äußerst wichtig. Es ist jedoch nicht immer ganz einfach, die passende Größe zu finden - insbesondere, da verschiedene Hersteller unterschiedliche Größentabellen verwenden. Bei unseren Produkten finden Sie Größentabellen, die Ihnen dabei helfen.
Generell gilt, dass Wanderschuhe etwa 1 cm größer sein sollten als Ihre normale Schuhgröße. Wenn der Schuh eine Membran hat, können Sie noch weitere 0,5 cm hinzurechnen.
Die richtige Größe erkennen Sie daran, dass Ihre Zehen beim Gehen auf der Ebene und bergauf nicht an die Schuhspitze stoßen. Das gilt auch beim Abstieg. Selbst beim steilsten Anstieg dürfen sie die Schuhspitze höchstens leicht berühren, aber niemals drücken. Die Ferse hingegen muss fest in der Fersenkappe sitzen und darf nicht verrutschen.

Wie man Wanderschuhe anprobiert und wann man sich beraten lassen sollte
Auch ein gut ausgewählter Schuh muss vor allem am Fuß richtig sitzen. Probieren Sie ihn idealerweise am Nachmittag oder Abend an, wenn die Füße etwas angeschwollen sind, und nehmen Sie die Socken mit, in denen Sie später laufen werden. Im Schuh sollte im Zehenbereich Platz sein, die Ferse sollte fest sitzen und nichts darf drücken. Es reicht nicht, sie nur anzuziehen - wichtig ist, in ihnen auch ein paar Schritte zu gehen und darauf zu achten, wie sich der Fuß beim Gehen verhält. Denn bei Wanderschuhen entscheiden oft Details, die sich erst auf der Strecke wirklich bemerkbar machen.
Vor der ersten anspruchsvolleren Tour oder einer mehrtägigen Wanderung sollten Sie die Schuhe in weniger anspruchsvollem Gelände testen - sie also erst einmal einlaufen.
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